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Session-Gepflogenheiten / Session conventions

(short version in English click here)

 

"Freddy's Urbane Blues Night" ist eine halboffene, nicht-kommerzielle Blues-Jamsession auf hohem musikalischen, ästhetischen und organisatorischen Niveau, die in regelmäßigem Turnus und an möglichst wechselnden Orten in Hamburg stattfindet. Die Veranstaltung ist ein anspruchsvolles, vielfältiges und spannendes Musikevent mit einer großen Anziehungskraft für Blues-Liebhaber, Hobby- und Nachwuchsmusiker sowie professionelle Blues-Musiker und -musikerinnen. Auch an gehobener Livemusik interessierte Abendgäste kommen voll auf ihre Kosten.

1.) Konzept / Concept:

Im Unterschied zu einer geschlossenen Jamsession (auf der nur feste Bandformationen oder ausschließlich eingeladene Gäste agieren) und zu einer offenen Session (z. Bsp. "Open Mic", auf der jeder, der will, auf die Bühne kann) bedeutet die halboffene Organisationsform unter anderem Folgendes:

- Es gibt einen Sessionleiter (Frederik Schlenk), der spielbereite Musiker* 30 Minuten vor dem offiziellen Sessionbeginn persönlich begrüßt und ihnen – natürlich nach einvernehmlicher Rücksprache – einen Platz in einem der abendlichen, meist halbstündigen Bühnenformationen ("Sets") zuweist. Der Sessionleiter achtet zudem auf die Einhaltung der Sessionregeln, sorgt für einen geordneten Ablauf und dient als Ansprechpartner für alle großen und kleinen Belange.

- Der Sessionleiter wird bereits im Vorfeld der Veranstaltung Kontakt zu Einladungsgästen aufgenommen und eine Hausband organisiert haben, die das Backing für hinzukommende Einzelmusiker übernehmen. Dadurch ist gewährleistet, dass Blueserfahrene und -unerfahrene, Amateure und Profis, Jung und Alt zusammenkommen und der Sessioncharakter der Veranstaltung erhalten bleibt. Das Publikum erlebt eine spannende Mischung aus konzertanter und improvisierender musikalischer Darbietung.

- Der Abend wird von der Hausband eröffnet, die 5 oder 6 Bluesnummern spielt. (In besonderen Einzelfällen kann sie Themen-Sets gestalten, die zum Beispiel zu Ehren eines bestimmten Bluesmusikers, zu einem musikalischen Motto, in Hinsicht auf das musikalische Personal des Abends oder als "Unplugged"-Session konzipiert sind.)

- Danach kann der Auftritt einer kompletten Bluesband oder von eingeladenen Einzelmusikern erfolgen, die im Ensemble mit der Hausband ein etwa 45-minütiges Set abliefern. Schließlich (etwa 90 Minuten nach Beginn) mündet die Veranstaltung in das eigentliche Session-Geschehen: Die Musiker der Hausband, die Einladungsgäste und die Publikumsgäste bilden in fliegenden Wechseln gemeinsame Bluesformationen in rund 30-minütigen Sets. Die gesamte Veranstaltung dauert 5 Stunden, im Regelfall von 20:00 bis 01:00 Uhr.

- Wie in amerikanischen Bluesclubs üblich, kreist im Verlauf des Abends der Hut. Die Publikumsgäste entscheiden dabei auf Spendenbasis selbst, wie viel ihnen der Abend wert ist ("Pay what you want"-Prinzip). Außerdem steht am Platz des Sessionleiters eine Spendenbox bereit. Das Geld wird dabei nicht als Gewinn, sondern ausschließlich zur Deckung der Unkosten der Veranstaltung (zum Beispiel Saalmiete, Reparatur und Wartung der Verstärker, Veranstaltungsmaterial, GEMA-Gebühren usw.) und gegebenenfalls zur Unterstützung einzelner, eingeladener Musiker (Anreise, Unterkunft) verwendet. Sollte darüber hinaus Geld übrigbleiben, wird es an gemeinnützige Organisationen gespendet; der Spendenzweck wird vor jeder Veranstaltung auf der Startseite von "Freddy's Urbane Blues Night" bekanntgegeben und die Spendenquittung hier veröffentlicht.

"Freddy's Urbane Blues Night" ist außerdem eine reine Blues-Session. Musikalisch, organisatorisch und darbietungstechnisch bedeutet das unter anderem:

- Die bevorzugte und durch das Ambiente, die Accessoires, die Instrumentierung, die soundtechnischen und dekorativen Vorbereitungen sowie das musikalische Personal vorgezeichnete musikalische Stilrichtung ist der Blues der 1940er- bis -1970er-Jahre. (Was der Blues ist, kann auf der deutschsprachigen Wikipedia oder ausführlicher in der englischen Version nachgelesen werden.) Artverwandte, stilistisch angeschlossene oder moderne, vom ursprünglichen Mississippi- oder Delta-Blues abweichende Spielformen des Blues sind dabei ausdrücklich erwünscht; dazu zählen insbesondere der Chicago- , der Texas- und der West-Coast-Blues.

- Dementsprechend ist bei speziellen Darbietungswünschen darauf zu achten, dass die Akkordfolgen, die Rhythmusart und die Struktur der Bluesnummern unmittelbar verständlich und ohne größeren Vorbereitungsaufwand spielbar sind. Notenständer, Textblätter oder elektronische Zusatzgeräte, die den angestrebten Gesamtsound stören, sind auf der Bühne unerwünscht.

- Wenn möglich, stehen bei "Freddy's Urbane Blues Night" die bluestypischen Instrumente und Verstärkereinheiten zur Verfügung (siehe auch Punkt 4) und sie werden nach den Regeln der Soundtechnik in angemessener Weise hörbar gemacht. Auf die Einhaltung des Klang- und Lautstärkerahmens achtet der Sessionleiter.

2.) Kleiderordnung / Dress code:

Aus Respekt vor der (großstädtischen) Bühne und vor der alten, ehrwürdigen Tradition des Blues darf die Bühne bei "Freddy's Urbane Blues Night" von Männern nur in Anzug oder Sakko, von Frauen nur in Blazer oder Abendkleid betreten werden. Auch das Schuhwerk sollte dem Anlass und dem Gesamtcharakter der Veranstaltung angemessen sein.

3.) Verhaltensregeln / Rules of behaviour:

- Ebenfalls aus Respekt vor dem Publikum, den Mitmusikern und dem gepflegten Charakter der Veranstaltung sollte das Stimmen der Instrumente nicht auf der Bühne und während der musikalischen Darbietung, sondern abseits der Bühne und vor ihrem Betreten erfolgen.

- Zu lautes Spielen oder grob egoistisches Spielverhalten wird in keinem Fall geduldet.

- Um Bewegungsfreiheit und direkte Kommunikation auf der Bühne zu ermöglichen, sollten außer den mitgebrachten Instrumenten (wie Gitarren, Mundharmonikas, Blasinstrumente) eigene Verstärker nur im Einzelfall (und nur nach Rücksprache mit dem Sessionleiter vor offiziellem Veranstaltungsbeginn) auf die Bühne gebracht werden. Das Gleiche gilt für Keyboards oder ähnliches elektronisches Equipment.

- Neben dem Rauchen ist zum Schutz der Instrumente und Verstärker auch die Mitnahme von Getränken auf die Bühne untersagt.

- Im Sinne eines möglichst reibungslosen und störungsfreien Ablaufs der Veranstaltung wird besonders unerfahrenen oder stilfremden Musikern empfohlen, sich mit dem Blues-Vokabular vertraut zu machen und sich der Rolle ihres eigenen Instruments im musikalischen Geschehen bewusst zu werden. Hierbei könnte ein Blick ins Glossar helfen. Weitere wertvolle (jedoch in lückenhaftem Deutsch verfasste) "Tipps für Jammer" sind auf dieser Webseite von "Blues'r Union" (externer Link) nachzulesen.

- "Freddy's Urbane Blues Night" ist ein Ort der zwanglosen, respektvollen und persönlichen Zusammenkunft von Hobby-Musikern und Livemusik-Fans. Aus aufführungsrechtlichen Gründen und zum Schutz der Privatsphäre der teilnehmenden Musiker wird deshalb darum gebeten, auf Smartphone-Aufnahmen, Fotos sowie insbesondere auf das nicht autorisierte, nachträgliche Hochladen von Bild- und Tonmaterial in soziale Netzwerke zu verzichten.  

4.) Besondere Angebote / Special offers:

- "Freddy's Urbane Blues Night" ist bemüht, bei der Session die für den Blues typischen, stilbildenden Instrumente (wie Klavier, Orgel, Kontrabass, Schlagzeug) sowie die dazu passenden Verstärkungs- und Abnahmegeräte bereitzustellen. Die vor Ort vorhandenen Instrumente und elektronischen Verstärker werden deshalb für jede Location unter dem Menüpunkt "Ausstattung / Equipment" eigens aufgelistet.)

- Allen Musikern und speziell den Publikumsgästen wird nach Möglichkeit (abhängig von der Location und nach Absprache mit dem Sessionleiter vor Beginn der Veranstaltung) die Gelegenheit geboten, ihre Auftritte mitschneiden und in ansprechender Form (z. Bsp. Fotobuch) dokumentieren zu lassen. Das Recording erfolgt vorzugsweise über ein über der Bühne platziertes Raummikrofon, das auch die Publikumsreaktionen einfängt und aufzeichnet. Der Dokumentationsservice ist kostenpflichtig und muss rechtzeitig im Vorfeld der Veranstaltung gebucht werden; er wird von erfahrenen Profis aus der Gestaltungs- und Werbebranche durchgeführt, die eigene Konditionen haben.    

* Aus Gründen der Lesbarkeit wird hier und im Folgenden auf die zusätzliche Nennung der weiblichen Pluralform verzichtet.

 


Folgende 20 Blues-Standards stehen auf der ständigen GEMA-Liste von "Freddy's Urbane Blues Night" und können ausgiebig "bespielt" und gejammt werden:

 

- Hoochie coochie man, Got my mojo working (Muddy Waters)

- Every day I have the blues, Thrill is gone (B. B. King / Luther Allison) 

- Sweet home Chicago, I've got rambling (Robert Johnson / Buddy Guy)

- Dust my broom, Sky is crying (Elmore James / Albert King / Stevie Ray Vaughan / Sonny Boy Williamson II. / Gary B.B. Coleman)

- T-Bone shuffle, Stormy monday (T-Bone Walker / Doug Sahm / Ronnie Earl / Duke Robillard)

- Route 66 (Nat King Cole / Muddy Waters)

- Tore down (Freddie King)

- My babe (Little Walter)

- I just want a little bit (Magic Sam)

- Lil red rooster (Etta James)

- Goin down slow (St. Louis Jimmy (Oden) / Otis Spann / John Mayall)

- Honest I do (Jimmy Reed)

- Mystery train (Junior Wells)

- Worried life blues (Sonny Boy Williamson II. / Eric Clapton)

- Driftin' blues (Eric Clapton / Paul Butterfield Blues Band / John Mayall)